Laura K., 40 Jahre, Ko-Testung

Im März 2020 bin ich 40 Jahre alt geworden. Vor kurzem lag eine Benachrichtigung meiner Krankenkasse im Briefkasten, dass sich für mich die Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge geändert habe. Ich bekäme jetzt eine Ko-Testung zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge, d.h. neben der zytologischen Untersuchung zusätzlich noch einen HPV-Test. Dafür würde die nächste Untersuchung erst wieder in drei Jahren erforderlich sein. Das hat mich im ersten Moment misstrauisch gemacht.

 

Primäruntersuchung: Erste Ko-Testung

Mein Frauenarzt erklärte mir dann aber bei der Untersuchung, dass Gebärmutterhalskrebs durch Viren ausgelöst wird, sogenannte Humane Papillomviren, und sich die Zellen dann sehr langsam zu einer Krebsvorstufe entwickeln könnten. Wir hätten dann immer noch genügend Zeit einzugreifen. Jedenfalls würde bei einer Ko-Testung ein 3 Jahres-Rhythmus reichen. Ohnehin werde ja, wenn der Test positiv ausfallen sollte, die Abklärung in einem kürzeren Zeitraum erfolgen.

Nach 10 Tagen erhielt ich mein Ergebnis. Die zytologische Untersuchung war unauffällig. Allerdings war mein HPV-Test positiv. Mein Arzt beruhigte mich. Das müsse noch nichts bedeuten. Wichtig sei es aber, zu beobachten, wie sich die Situation entwickeln würde. Deswegen vereinbarten wir, dass der nächste Termin schon nach 12 Monaten stattfinden sollte.

 

Abklärung: Zweite Ko-Testung

Es wird wieder eine Ko-Testung sein. Mein Arzt erklärte mir, dass hier noch einmal dieselbe Prozedur vorgesehen ist – halt nur in einem kürzeren Intervall. Und nur, wenn dann der HPV-Test weiterhin positiv sein sollte oder die Zytologie einen auffälligen Befund ergäbe, würde er in den dann folgenden drei Monaten eine Kolposkopie durchführen. Ich solle mich aber nicht beunruhigen. Ein positiver HPV-Test sei überhaupt keine Seltenheit ist. 80 Prozent aller Erwachsenen stecken sich in ihrem Leben mit HPV an. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass die Infektion – wie bei den meisten Frauen – auch bei mir ohne Folgen ausheilt. Trotzdem sei die Abklärungsuntersuchung im nächsten Jahr wichtig. Wenn die Infektion noch nachweisbar ist oder die zytologische Untersuchung eine Veränderung meines Zellgewebes ergibt, ist immer noch ausreichend Zeit für Maßnahmen, die mich vor Krebs schützen.

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