HPV_Image_6_2

Wie werden Krebsvorstufen und Gebärmutterhalskrebs behandelt?

Die Vorgehensweise hängt davon ab, wie stark die Gewebeveränderung ist, wie weit fortgeschritten der Krebs ist und natürlich davon, um welche Patientin es sich handelt – um ihr Alter, ihren Gesundheitszustand, ihre Lebensumstände und natürlich ihre Wünsche und Vorstellungen.

  • Behandlung von Krebsvorstufen

    Resektion der Transformationszone (in der Regel mit der Elektroschlinge)

    Bei der Resektion der Transformationszone wird das erkrankte Oberflächengewebe am Gebärmutterhals (am Übergang – der sogenannten „Transformationszone“ – in den Gebärmutterhalskanal) mit der Elektroschlinge oder dem Laser abgetragen. Das Ziel ist, das erkrankte Oberflächengewebe unter größtmöglicher Schonung der nicht betroffenen Wandstrukturen komplett zu entfernen. Dies kann dann durch die feingewebliche Kontrolle der Abtragungsgränder am entfernten Gewebe nachgewiesen werden.

    Je mehr Gewebe entfernt wird, desto höher ist das Risiko einer Funktionseinschränkung des Gebärmutterhalses – und damit auch für eine Frühgeburt im Falle einer Schwangerschaft. Die keilförmige Entfernung mit dem Skalpell (die klassische Konisation) sollte heute weitestgehend vermieden werden, da hierbei unnötigerweise nicht betroffenes Wandgewebe mitentfernt wird.

     

    Laservaporation

    In speziellen Situationen – etwa, wenn gesichert ist, dass das Oberflächengewebe im Gebärmutterhalskanal nicht mitbetroffen ist – kann eine Abtragung im Sinne einer Verdampfung (Vaporisation) mit dem Laser erfolgen. So lässt sich die Menge an entferntem Gewebe minimieren. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die oben beschriebene feingewebliche Kontrolle nicht möglich ist, da kein Gewebe für eine postoperative Untersuchung verbleibt. Es besteht somit ein Restrisiko, dass ein beginnender Gebärmutterhalskrebs übersehen werden kann.

  • Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

    Gebärmutter-Teilentfernung

    Wenn Gewebeveränderungen durch eine Resektion der Transformationszone oder Konisation nicht mehr zu entfernen sind, kann es zu einer Teilentfernung der Gebärmutter kommen (Trachelektomie). Schwangerschaften sind nach einer Trachelektomie weiterhin möglich. Die Methode ist daher für jüngere Frauen besonders geeignet. Der Eingriff wird durch die Scheide und nach der Schlüsselloch-Methode auch durch die Bauchdecke durchgeführt (laparaskopisch).

     

    Hysterektomie

    Bei fortgeschrittener Erkrankung werden die Ärzte die Entfernung der kompletten Gebärmutter empfehlen (Hysterektomie). Das kann durch die Scheide geschehen, über einen Bauchschnitt oder in einem kleineren Schnitt durch die Bauchdecke. Anders als viele Frauen befürchten, hat das nicht zur Folge, dass die Wechseljahre einsetzen, da die Eierstöcke ja erhalten bleiben. Allerdings ist nach einer Hysterektomie keine Schwangerschaft mehr möglich.

    Wenn mehr Gewebe von bösartigen Veränderungen betroffen ist, ist ein größerer chirurgischer Eingriff notwendig.

  • Was frage ich meinen Arzt?

    Tipps & Themen für ein informatives Arztgespräch
    weiterlesen
  • Patientinnen-Testimonial

    »Wie moderne Diagnostik mir das Leben rettete«
    weiterlesen
  • Kontakt